Tierheilpraxis - Medicina Naturale

Nadine Burzlauer

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Die Tierheilkunde lässt noch immer viele Fragen offen, dieser Blog greift einige Punkte auf, welche mir pesönlich wichtig erscheinen.

Gernen können sie mir auch ein Thema vorschlagen und zur Diskussion stellen, schreiben sie mich dazu einfach an.

Bitte bedenken Sie das dies nur informativ gedacht ist. Sind sie unsicher oder haben weitere Fragen ob das auch für ihr Tier gilt, sichern sie sich bitte ab und besprechen das mit ihrem Tierheilpraktiker oder Tierarzt.

Ich freue mich auf einen regen Austausch.


Wichtig:

Es ist jederzeit möglich ohne meine Erlaubnis auf diesen Artikel zu verlinken (z.B. bei Facebook). Jegliche Vervielfältigung oder Nachveröffentlichung (in elektronischer Form oder im Druck) kann nur mit meinem schriftlich eingeholten und erteilten Einverständnis erfolgen. Von mir genehmigte Nachveröffentlichungen müssen den jeweiligen Artikel völlig unverändert lassen, also ohne Weglassungen, Hinzufügungen oder Hervorhebungen. Eine Umwandlung in andere Dateiformate wie PDF ist nicht gestattet. In Printmedien sind dem Artikel die vollständigen Quellenangaben inkl. meiner Homepage beizufügen, bei Online-Nachveröffentlichung ist zusätzlich ein anklickbarer Link auf meine Homepage oder den Original-Artikel im Blog nötig. 


Mit freundlichen Grüßen

Nadine Burzlauer

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Moro'sche Karottensuppe

Posted on June 19, 2017 at 7:45 AM Comments comments (28)

Rezept

500 g Möhren           
ca. 2 Liter Wasser          
1 TL Kochsalz           


Anleitung

500 g Möhren schälen, klein schneiden und in 1 Liter Wasser zum Kochen bringen.
Mindestens eine Stunden bei niedriger Temperatur köcheln lassen (wichtig eine Stunde köcheln).           
Die Möhren mit dem Kochwasser pürieren und auf 1 Liter mit Wasser auffüllen. 
Drei Gramm Kochsalz (etwa einen Teelöffel) dazu geben.           

Tiere freuen sich über eine Zugabe tierischer Art: Kochen Sie einfach zwei Hähnchenschenkel mit, das peppt die vegetarische Mahlzeit geschmacklich auf. Auch hier ist es wichtig, dass die Möhren mindestens eine Stunden leise köcheln, damit sie ihre positive Wirkung entfalten können.

Die fetthaltige Hähnchenhaut und die Knochen wandern in den Mülleimer, das Hähnchenfleisch wird klein geschnitten, zu den pürierten Möhren gegeben und mit gefüttert.

Die Möhrensuppe lässt sich gut auf Vorrat kochen und portionsweise einfrieren. Sie hält sich aber auch zwei Tage im Kühlschrank.

Gefüttert wird in kleinen Portionen. Je nach Intensität der Beschwerden am besten 3-4 x täglich. Die tägliche Futtermenge beträgt etwa 2 % des Körpergewichtes.


Wirkungsweise

Beim langen Kochen der Karotten entstehen kleinste Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide.         
Diese sehen von ihrer Struktur her den Rezeptoren der Darmwand zum Verwechseln ähnlich, weshalb es dazu kommt, dass die Krankheitserreger sich nicht an der Darmwand festsetzen, sondern stattdessen an den Zuckermolekülen.     
Auf diese Weise werden die Krankheitserreger schnell aus dem Körper ausgeschieden, was unmittelbar zum Abklingen des Durchfalls führt.

Knochenbrühe / Hühnerbrühe

Posted on June 19, 2017 at 7:25 AM Comments comments (1021)

Selbst gekochte Hühnerbrühe bzw. Knochenbrühe ist etwas, was man in einem Hunde- bzw. Katzenhaushalt immer vorrätig haben sollte!
Am besten tiefgefroren, portioniert z.B. in Eiswürfelbehältern.
Denn: Die Brühe ist vielseitig einsetzbar, z.B. als Appetitanreger, bei mäkeligen Hunden und Katzen, bei längeren Durchfällen oder bei einem erhöhten Bedarf an Mineralstoffen. 

Zubereitung: 

Entweder ein ganzes Huhn oder Rinderknochen mit ordentlich Wasser bedecken, einen Schuß (Apfel-) Essig dazu und klassischerweise 24-48 Stunden köcheln lassen. Eine geringere Kochzeit ist durchaus möglich.

Info: Der Essig dient dazu, die Mineralien, die in Knochen enthalten sind, verstärkt zu lösen.

Bei Katzen sollte man mit dem Essig eher sparsam sein, 1 EL auf 1,5 Liter Wasser reicht da aus. 

Verwendet man ein Huhn, muss das Fleisch sich komplett von den Knochen gelöst haben. Beim Kochen tritt das Kollagen der Knochen aus, je länger man die Brühe kocht, desto gallertartiger wird sie nach dem Abkühlen. 

Die wertvollen Mineralstoffe aus den Knochen gehen in die Brühe über, neben dem Kollagen sind das beispielsweise Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium… 

Das Fleisch kann selbstverständlich verfüttert werden. Die Knochen dürfen jedoch in keinem Fall verfüttert werden und müssen entsorgt werden.

Wurmwidriges Pesto

Posted on June 19, 2017 at 7:15 AM Comments comments (128)

In diesem Pesto sind jede Menge Kräuter und Zutaten, die nicht nur schmackhaft sind, sondern auch noch für eine wurmwidrige Wirkung bekannt sind.
Die Zutaten sind unkompliziert, die Kräuter können auch variiert werden. Thymian und Oregano sollten jedoch enthalten sein, die enthaltenen ätherischen Öle können bei der Vorbeugung gegen einen Wurmbefall nützliche Dienste erweisen.
Auch die anderen Inhaltsstoffe haben wertvolle Eigenschaften: Kokosraspel enthalten genau wie Kokosöl Laurinsäure, die u.a. antibakterielle, antiprotozoische und antivirale Eigenschaften aufweist.
Die „pieksige“ Oberfläche der Raspeln machen den Aufenthalt im Darm für Würmer zudem anscheinend unattraktiv.
Kürbiskerne wiederum werden traditionell zur Wurmprohylaxe und -austreibung eingesetzt, denn sie enthalten die wurmwidrige Aminosäure Cucurbitin.

Zutaten:

  • 1Bund frische Kräuter, in gleichen Teilen:

Petersilie, Oregano, Thymian, Basilikum

  • 1EL gemahlene Kürbiskerne
  • 1 kleine, geraspelte Möhre
  • 1EL Kokosraspel
  • Rapsöl oder Olivenöl 


Zubereitung:

Die Kräuter und die gemahlenen Kürbiskernen mit einem Pürierstab o.ä. pürieren. Dann gibst Du die Kokos- und Möhrenraspeln hinzu und mischt das Ganze gut durch. Das Pesto in ein sauberes, verschließbares Glas füllen und mit Rapsöl oder Olivenöl auffüllen, so dass die Mischung komplett mit einer dünnen Ölschicht bedeckt ist.

Das Pesto ist im Kühlschrank für etwa 2 Wochen haltbar.
Das Pesto kann kurweise oder 2-3 x pro Woche als Ergänzung gefüttert werden.
Je nach Grösse des Hundes verwendet man pro Tag 1 TL – 1 EL. 

Für Katzen nicht geeignet!

Wunderbrei nach Aldington

Posted on June 19, 2017 at 7:10 AM Comments comments (1899)

Die Grundidee des Wunderbreis ist eine hohe Nährstoffdichte zu erzielen, um geschwächte Hunde zu „päppeln“ und das Immunsystem zu stärken. Typische Einsatzgebiete sind z.B. während oder nach Erkrankungen, zur Stärkung bei älteren Hunden oder um den Appetit anzuregen.
Bei Hunden, die ausschließlich mit Fertigfutter ernährt werden, ist der Wunderbrei eine hervorragende Quelle für jede Menge Vitalstoffe.

 

Das Rezept (für einen mittelgroßen Hund): 

1TL Blütenpollen (am besten direkt beim Imker vor Ort kaufen, z.B. auf Wochenmärkten)
1TL Eierschalenmehl
1TL Spirulina oder Chlorella
1TL Honig
1TL Sahne
1TL Leinöl, Hanföl, Rapsöl oder Fischöl
1TL Bierhefe
1TL Apfelessig 

Die Zutaten miteinander verrühren und so lange stehen lassen, bis die Blütenpollen sich vollständig aufgelöst haben. Den Hund den Brei einfach auflecken lassen. Bei sehr kleinen Hunden reicht die Hälfte der Menge.  

Den Brei immer frisch zubereiten und kurweise füttern.

Vorsicht bei Hunden mit Schilddrüsenproblematik!

Sommer, Sonne, Sonnenschein - aber gilt das auch für unsere Haustiere?!

Posted on May 18, 2017 at 7:30 PM Comments comments (275)

Wenn die Tage wieder länger werden und vor allem wärmer werden kommen auch unsere Tiere ganz schön ins Schwitzen! Wie unterstützt man an heißen Tagen am besten seine Vierbeiner?

 

1. Schatten nutzen um Sonnenbrand zu verhindern!

Sonne macht nicht nur durstig sondern kann auch zu Sonnenbrand führen.

Je nach Tierart und Rasse sind die Tiere anfällig für einen Sonnenbrand auf unbehaarten Körperstellen wie Nase oder Ohrmuscheln

Sonnencreme bei Tieren entfällt, da sie eher abgeleckt wird - daher die Tiere nicht allzu lange der prallen Sonne aussetzen, sondern schattige Orte wählen.

Wenn ihr euren Hund unbedingt dabei haben möchtet, überlegt euch das gut ihn überall mit zunehmen, denn Hunde auf gar keinen Fall in der prallen Sonne anleinen oder im Auto lassen – am besten also daheim lassen.

Freiläufe für Kaninchen und Meerschweinchen sollten mindestens zur Hälfte im Schatten stehen und zudem über schattenspendende Unterschlüpfe verfügen.


2. Wasser marsch ….

Die meisten Hunde suchen sich an heißen Tagen automatisch das kühle Nass.

Auch hier bei langen Spaziergänge Wege entlang von Bachläufen oder Seen wählen, so das der Hund sich jederzeit seine Abkühlung holen kann.

Frisches Wasser immer dabei haben, aber auch frisches Wasser für alle Tierarten bereit stellen.

Bewährt haben sich auch nasse (Kinder-)T-Shirts überzuziehen oder es mit einem feuchten Tuch abzudecken. Wasser aus einer Sprühflasche sorgt ebenfalls für Abkühlung. Oder aber ein feuchtes Handtuch als Unterlage.

Ich habe für meinen Hund zu Hause eine Strandmuschel stehen, welche sehr gern genutzt wird um das heiße Bäuchlein zu kühlen.  Hundepools sind als hoch im Kurs und kann man auch für andere Haustiere anlegen Flache Schüssel mit Wasser in den Freilauf stellen – auch Kaninchen und Meerschweinchen hüpfen im Sommer gerne mal ins kühle Nass. Je nach Art gilt es natürlich die Größe zu beachten und auch Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit dem Tier nichts passiert.

 

3. Unterwolle ade!

Oh ja auch damit kann man die Klimaanlage seines Hundes am Laufen halten.

Im Gegensatz zu uns Menschen können Hunde ihre Temperatur nicht durch schwitzen regulieren.

Ein lebensgefährlicher Hitzekollaps kann die Folge sein. Vor allem ältere Hunde mit dichtem Fell machen im Sommer früher schlapp als gewohnt. So kann es im schlimmsten Fall zu schweren Herz-Kreislaufstörungen oder einem Hitzschlag kommen.

Und NEIN, komplett kurz scheren ist nicht sinnvoll - je nach Hunderasse, richtet man mehr schaden an, als man Nutzen davon trägt. Das lange Fell schützt nämlich die empfindliche Hundehaut vor Sonnenbrand und Hitze.

Bei Rassen mit langem Haar und dichtem Unterfell darum die Unterwolle auskämmen oder mit speziellen Scheren und Trimmmessern ausdünnen.

Auch bei kurzhaarigen Hunderassen sollte die Unterwolle im Sommer nur ausgedünnt werden. Geschoren werden nur einige wenige Hunderassen wie beispielsweise Pudel. Wer sich unsicher ist, ob der eigene Hund geschoren werden soll oder nicht, sollte vorsichtshalber beim Tierarzt, Tierheilpraktiker oder einem professionellen Hundefriseur nachfragen.


4. Pfoten weg vom „heißen Pflaster“!

Auf dem heißen Asphalt auf der aufgeheizten Straße können sich Tiere beim Spaziergang Verbrennungen an den Pfoten zuziehen. Macht einfach den Selbsttest und lauft barfuß über den heißen Asphalt, ihr werdet schnell feststellen das dies binnen kürzester Zeit schmerzahft wird.

 

Grundsätzlich sollten im Sommer körperliche Anstrengungen vermieden werden - besonders während der Mittagszeit. Also lange Spaziergänge und sportlichen Aktivitäten möglichst auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Fahrradtouren am besten ganz streichen, oder den Kompromiss eingehen und den Hund ins Körbchen/Anhänger laden und in den Wald/ans Wasser fahren


5. Hilfreiche Sommerkost!

Üppig füttern ist tabu … ist ja wie bei uns Menschen - bei hohen Temperaturen wird weniger gefressen und zu große Portionen liegen unnötig schwer im Magen und stressen zusätzlich.

Daher im Sommer eher kleinere Portionen bereitstellen und für ausreichend Flüssigkeit sorgen. Bei Kleintieren und Pferden Futterreste wie Karotten, Kartoffeln oder Salatblätter schnell entsorgen. Liegen diese Futtermittel zu lange in der Sonne, können sie verderben und schwere Krankheiten verursachen. Auch Nassfutter für Hunde und Katzen sollte nicht zu lange in der Hitze stehen bleiben – Fliegen legen gerne ihre Eier darin ab.

 

 



Hilfe, Hitzschlag!

Kommt es doch mal zu einem Hitzschlag, dann gilt folgendes:

Symptome: Das Tier wirkt apathisch oder ist besonders aufgeregt. Der Atem geht rasend schnell, es verkrampft sich und zittert – Hitzschlag!

Hitzschlag, heißt wie der Name schon sagt eine Überhitzung des Körpers. Besonders anfällig für einen Hitzschlag sind Hunde, da sie die überschüssige Wärme nicht durch Schwitzen abgeben können. Beim geringsten Verdacht auf einen Hitzschlag das überhitzte Tier sofort in den Schatten bringen! Den Patienten mit nassen Tüchern kühlen – zuerst langsam die Beine, dann der restliche Körper und zuletzt den Kopf. Die Verdunstungskälte des Wassers hilft, die Körpertemperatur des Tieres zu senken. Bieten Sie ihm lauwarmes, keinesfalls eiskaltes, Wasser zum Trinken an. Auch wenn sich der Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen verbessert, bringen Sie das überhitzte Tier umgehend in die nächste Tierarztpraxis. Nur ein Veterinär kann Spätfolgen ausschließen, die das Tier auch durch einen Beinahe-Hitzschlag erhalten kann.

Wenn die Zecke zusticht!

Posted on April 18, 2017 at 11:30 AM Comments comments (221)

Die Zeckenzeit hat begonnen, wenn sie denn überhaupt bei den Temperaturen in unserer Region jemals aufgehört hat. ;)
Vom Frühjahr/Frühsommer an bis zum Oktober sind Zecken am aktivsten. Viele Hundehalter fragen schon jetzt nach Möglichkeiten einer natürlichen Abwehr um ihr Tier zu schützen. Hier nun ein paar mehr Informationen zum Thema ‚Zecke‘! 
 

In Deutschland gibt es rund 19 Zeckenarten, welche jegliche Wirbeltiere (u.a. Säugetiere, Vögel, Reptilien) befallen. Zecke sind weltweit verbreitet, sie zählen zur Klasse der Spinnentiere, die sich von Blut ernähren.


Wie erkennt man sie?
Da Zecken kleiner als ein Streichholzkopf sind, sieht man sie nur sehr schwer im ersten Moment, noch viel weniger wenn man dunkle und langhaarige Tiere hat.
Wenn sie sich aber mit Blut vollgesogen haben, können Sie die Größe von Rosinen erreichen und man sieht & fühlt sie viel besser.
Wenn sie einen „Spender“ gefunden haben benötigen sie für eine Blutmahlzeit sie ca. 3-6 Tage und nach Beendigung dieser lassen sie sich einfach fallen. Das Erstaunliche ist, das sie 4-6 Jahre ohne neue Nahrung überleben können.


Wie ist eine Zecke aufgebaut?
Stech- und Saugorgane befinden sich am „Kopf“ der Zecke, mit denen Sie ihre Nahrung aufnimmt. Die wichtigsten Sinnesorgane befinden sich am vorderen Beinpaar, sowie auch die kräftigen Klauen, mit denen sie Halt finden. Die Atmung erfolgt am hinteren Beinpaar und die Geschlechtsteile sitzen am unteren Teil des Bauches.


Wie kommt es nun zum „Biss“?
Zecken ritzen mit Ihrem Mundwerkzeug die Haut ein und lecken dann das Blut und die Lymphe. Der Zeckenstich (meist fälschlich als „Biss“ bezeichnet) dringt also nur oberflächlich in die Haut ein – und das ist auch der Grund, warum man Zecken in der Regel relativ leicht entfernen kann. Der Stechapparat der Zecke selbst hat zahlreiche kleine Widerhaken, die symmetrisch angeordnet sind. Mit ihnen hält sich die Zecke an ihrem Wirt fest. Zecken geben bei Ihrem Stich Substanzen an den Wirt ab, um die Blutgerinnung zu verhindern und die Stichstelle zu betäuben. Über den Stichkanal können Krankheiten übertragen werden, ohne dass die Zecke selber daran erkrankt! Wodurch sie ihre zweifelhafte Berühmtheit erlangte, als Überträger von Krankheiten auf Mensch und Tier zu gelten.


Die gängigsten übertragbaren Krankheiten sind FSME und Borreliose:


FSME = Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis
… oder auch Hirnhautentzündung genannt. Interessant zu wissen ist das FSME in extrem seltenen Fällen auch durch die rohe Milch von Kühen oder Ziegen übertragen werden kann.


Borreliose
... wird durch Zeckenstich Bakterien (Spirochäten) übertragen. Auch Pferdefliegen können im Einzelfall Borreliose übertragen. Nach einer Studie von 1985 waren in den Münchner Isarauen über 30% der Zecken mit Borrelien infiziert. Das scheint sich in internationalen Studien zu bestätigen: ca. 30% der reifen Zecken tragen Borrelien in sich. Damit ist die Gefahr relativ hoch, wenn im Schnitt jede dritte Zecke infektiös ist.
Die meisten Stiche einer Zecke führen glücklicherweise NICHT zu einer Infektion. Da die Erreger (Spirochäten) sich im Magen-Darmtrakt befinden und frühestens nach 8-12 Stunden (manche sprechen auch von 24 Stunden) übertragen werden. Wenn die Zecke also innerhalb dieses Zeitfensters entfernt wird, ist das Risiko für eine Infektion, wie die Borreliose sehr gering!


Weitere Krankheiten sind Anaplasmose, Ehrlichiose, Babesiose


Wo trifft man auf Zecken?
Je nach Entwicklungsstufe halten sich Zecken in unterschiedlichen Höhe auf. Meist handelt es sich dabei um geschützte, wärmere Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb finden sie sich vor allem im Unterholz, in Gestrüpp und hohem Gras am Waldrand, aber auch an Büschen und Hecken in Freibädern und im eigenen Hausgarten.
Je jünger die Zecke ist (also je niedriger die Entwicklungsstufe), desto näher hält sie sich am Boden auf. Erwachsenen Formen klettern bis ca. 120 cm Höhe und lassen sich fallen.


Wie kann man sich und sein Tier schützen?
Für den Menschen gilt: geschlossene, helle Kleidung (damit man die Zecken besser erkennen kann), möglichst Stiefel und hohe Socken, besser Strümpfe. Nach einem Aufenthalt in Unterholz und Waldrand die Kleidung und den Körper (insbesondere die behaarten Stellen) nach Zecken absuchen, bei Stich die Zecke entfernen UND AUFHEBEN (um diese ggf. bei Auffälligkeiten in ein Zeckenlabor zur Untersuchung zu schicken)!
Grundsätzlich kann man sagen: wenn möglich, Unterholz und eng bewachsenes Gebüsch oder Grasnarben meiden und besser auf breiteren Wegen gehen!


Natürliche Mittel
Natürlich gibt es kein Allheilmittel – die Wirkung ist individuell zu betrachten und kann, muss aber nicht bei jedem Tier eine Wirkung erzielen.
Ich werde und kann hier keine ausdrückliche Empfehlung abgeben, nur Tipps was sich in der Vergangenheit so bewährt hat.


Eine günstige Wirkung zeigte Kokosöl. Gutes natürliches Kokosöl enthält bis zu 60% Laurinsäure, die für die Wirkung verantwortlich ist.
Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest und wird flüssig, wenn man es in der Hand anwärmt. So kann es wie eine Körperlotion auf die Haut aufgetragen werden und wirkt bis zu 6 Stunden. Eine Auftragung kurz vor dem Ausritt (Pferd)/Spaziergang (Hund/Mensch) zeigte hier gute Resultate.


Des Weiteren zeigten B-Vitamine eine günstige Wirkung. Sogar ganz allgemein bei Insektenstichen. Bitte bedenken, vor allem bei Wasserratten, das B-Vitamine wasserlöslich sind. Das wäre eine sehr leichte und sehr preiswerte Möglichkeit – nur bitte bei weißen Hunden aufpassen, die könnten ggf. etwas gelblich/orange werden.


Und um noch eine dritte Möglichkeit zu nennen, haben sich Effektive Mikroorganismen (EM) bewährt. Zum Beispiel als Keramik im Halsband eingearbeitet. Dazu spült man die Perlen mit warmen, klaren Wasser ab und lässt sie in der Sonne trocknen um das System zu aktivieren. 


Bei einer Auftragung bitte vor allem die Hauptbissbereiche eines Hunden schützen, welche Kopf/Hals, Bauch und Beine sind.


Und ein kleiner Tipp zum Schluss:
Wenn es zu einem Zeckenbiss gekommen ist und man die Zecke entfernt hat, einfach einen Tropfen KS oder etwas Jod auf die Wunde. Wirkt Schwellungen und Entzündungen vor.
 

Grundsätzlich sollte man bei seinem Tier aber mal das Immunsystem/Darmmilieu und den Säure-/Basenhaushalt überprüfen, oft geht ein starker Befall mit einem Ungleichgewicht einher. Beim Menschen weißt das auf einen hohen Blutzuckerspiegel hin, wenn eine erhöhte Insekten-Stichgefahr beobachtet wird.
 

Informative Seiten, welche auch zum Teil im Text mit eingeflossen sind: https/www.zecken.de/de/die-zecke oder http/www.parasitenportal.de/zecken-beim-hund/
 

Man kann noch sehr viel mehr über dieses Thema schreiben, aber ich denke das Wichtigste ist gesagt. Bei weiteren Fragen wenden sie sich bitte an den Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker, ihres Vertrauens.


Mit freundlichen Grüßen
eure Tierheilpraxis – Medicina Naturale

Analdrüsen bei Hund & Katze

Posted on February 2, 2017 at 7:30 PM Comments comments (738)

Ein immer wieder kehrendes Thema bei vielen Hundebesitzer, sind volle oder gar entzündete Analdrüsen bei ihrem Hund. Dies bedeutet nicht nur Stress für den Hundehalter, sondern ist auch für den Hund ein äußerst unangenehmes Problem!


Was ist überhaupt eine Analdrüse?

Analdrüsen sind Drüsen in räumlicher Nähe zum After, am Ende des Dickdarms.

Sie sondern ein Sekret ab, welches je nach Tierart beim Kotabsetzen mit abgegeben, durch Reiben des Afters an Gegenständen abgestreift oder bei Drüsen mit Speicherraum gezielt aus dieser verspritzt wird.

Ursprünglich besteht ihr Sinn darin, dass sie dem Kot ein Revier markierenden Geruch beigegeben, also zur Bildung eines Individualgeruches zur gegenseitigen Identifizierung der Individuen oder zum markieren des Territoriums, aber auch zur Signalisierung von Paarungsbereitschaft durch Absondern von Pheromonen oder Abwehr von Feinden und natürlich nicht zu vergessen zur leichteren Ausscheidung von festem Kot.


Was ist nun die Ursache dafür das diese voll sind oder sich gar entzünden?

Grundsätzlich werden Analdrüsen erst vom Hund bemerkt, wenn sie Schmerzen verursachen. Im Normalfall tun sie „brav“ ihre Arbeit am Ende des Dickdarms, solange dieser ausreichend Kraft und Durchblutung gibt.

Dass sie sich nicht mehr entleeren und letztlich gar entzünden ist im Grunde ein Alarmsignal für den Dickdarm. Ist der Dickdarm übersäuert, dann wird die Analdrüse mit Toxinen und Säuren überschwemmt. Im besten Fall wird es ausgeschieden, oft ist es aber so, dass das Sekret so dickflüssig wird und den Ausgang nicht findet und damit verstopft.

Grund für die Übersäuerung des Dickdarms lässt auf das Futter rückschließen.

Tierfutter besteht heute zum größten Teil aus pflanzlichen Bestandteilen, früher bestand es hingegen eher aus Fleisch und Knochen. Daher ist zu vermuten das diese Veränderung des Futters dazu führt das der Kot nicht mehr hart genug wird und die Analdrüsen dadurch nicht mehr richtig ausgedrückt werden.

Dadurch entwickeln die vollen Analdrüsen nicht nur einen unangenehmen "Druck", sondern der Inhalt fängt sogar an zu gären. Dieses Bakterienwachstum lässt dann eine Entzündung entstehen, wenn nicht zeitnah gehandelt wird.


Wie äußern sich volle Analdrüsen?

Hunde können die Analdrüsen mit ihrem Maul selbst nicht erreichen, deswegen lecken und beißen sie in dem Bereich um die Rute herum, manchmal so heftig, dass es blutet.

Das so genannte "Schlittenfahren" kann auch ein Hinweis sein, womit der Hund versucht den (Juck-)Reiz zu lindern. Der Hund reibt hierbei mit seinem After über den Boden.

Auch ein Zeichen ist, wenn der Bereich rund um den After empfindlich ist auf Berührungen.

Aber es gibt noch reichlich andere Symptome … also einfach mal sein Tier beobachten.


Was kann man tun um dem vorzubeugen?

Grundsätzlich gilt: Analdrüsen auszudrücken sollte nur eine Notlösung sein, aber kein Dauerzustand.

Wie zuvor erwähnt scheint ein wichtiger Faktor, für eine reibungslose Funktion der Analdrüsen, die Beschaffenheit des Kots zu sein. Wenn dieser zu weich ist, wird die Analdrüse nicht mehr ausreichend entleert, durch den fehlenden Druck. Aber auch zu harter Kot kann Probleme machen, in dem dieser die Ausgänge „zudrückt“ und so ebenfalls eine funktionale Entleerung verhindert.

Wie kann man die Beschaffenheit des Kots beeinflussen? Richtig über das Futter.

Daher lohnt sich ein Blick auf die Verpackung, wenn mit industriellem Futter gefüttert wird, wie hoch der pflanzliche Anteil ist. Da sollte man vielleicht über eine Futterumstellung nachdenken.

Genauso sollte man aber auch die Futterzusammensetzung überdenken, wenn man roh füttert. Zu viele Knochen oder Knorpel machen den Kot härter, eine unausgewogenes Verhältnis zwischen pflanzlichen und tierischem Anteil führt zu weichem Kot. Aber hier ist die Anpassung einfacher und sollte individuell aufs Tier ausgerichtet werden.

Natürlich kann man auch mit Nahrungsmitteln die Funktion der Analdrüsen unterstützen,
z.B. geraspelte Möhren oder geschrotete Leinsamen (1TL).

 

Sollte eine Entzündung bereits vorliegen wenden Sie sich bitte an ihren Tierarzt oder Tierheilpraktiker, der ihnen Möglichkeiten aufzeigen wird dieses Problem zu beheben.
Auch bei Fragen zu der Ernährung ihres Hundes oder zu einer Ernährungsumstellung wenden Sie sich bitte an ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt.

 

Warum ich hier nur auf den Hund eingehe? Katzen können durchaus auch daran erkranken, können aber im Vergleich zu Hunden ihre Analdrüsen selber ausdrücken. Daher tritt dieses Problem in der Praxis auch öfter bei Hunden als bei Katzen auf.

 

Dann bleibt nur noch zu sagen viel Spaß bei zukünftigen Gassi Gängen, bei denen ihr Tier sich entspannt lösen kann. :)

Mit freundlichen Grüßen

Eure Tierheilpraxis – Medicina Naturale

 

Todesfalle dünnes Eis, zugefrorene Seen und Flüsse im Winter!!!

Posted on January 17, 2017 at 7:30 PM Comments comments (19)

Eis ist für den Hund tabu, wenn es nicht auch für Menschen von der Eisdicke her zugelassen ist!


 

Auch wenn es lustig ist, wenn unsere Vierbeiner übers Eis rutschen und sie teilweise auch leichtfüßig darüber tapsen, sollte jedem klar sein das Hunde kein Gespür dafür haben, ob eine Eisfläche auf einem See sie trägt oder nicht. Und genau wie bei uns Menschen besteht das Risiko, dass der Hund einbricht, wenn das Eis nicht dick genug ist. Dazu kommt das Hunde keine Augen für Gefahren haben, wenn wir mit ihnen im Schnee spielen.

 

Warum ist das eigentlich so, das Eis unterschiedlich dick ist?
Eis kann auf einem See oder Fluss aufgrund von Strömungen sehr unterschiedlich dick sein und die sichere Stärke ist vom Ufer her praktisch nicht erkennbar.

 

Was ist zu tun, wenn der Hund einbricht?

  1. Sofort die Feuerwehr rufen – in manchen Regionen gibt es spezielle Tierrettungsfahrzeuge der Feuerwehr.
  2. Auf keinen Fall versuchen das Tier selbstständig zu retten, sie bringen sich damit nur zusätzlich in Gefahr, wenn sie das dünne Eis betreten.Wenn möglich gilt von sicheren Position aus >> Nicht mit bloßen Händen retten, sondern z.B. die Leine wie ein Lasso einsetzen. <<
  3.  Nicht in Panik geraten, sondern Ruhe bewahren.
  4. Wenn das Tier gerettet werden kann, dann sofort in warme Decken wickeln und zum Tierarzt.

 

Bitte bedenken:

  • In Flüssen besteht das Risiko das durch Strömungen das Tier unter das Eis gezogen wird.
  • Im Gegensatz zum Mensch können Hunde nicht auf der Stelle schwimmen, verfallen aber in dieser Situation ebenso in Panik wie ein Mensch.
  • Muskeln verkrampfen in dem eiskalten Wasser, die Körpertemperatur sinkt schnell und Herz-Kreislauf Probleme sind die Folge.

 

Was kann man vorbeugend tun?
Im Zweifel gilt den Hund in der Nähe eines Sees an die Leine nehmen, falls Vögel den Vierbeiner aufs Eis locken könnten.
Und natürlich Stöcke oder Bälle nicht in die Nähe oder gar auf eine Eisfläche zu werfen.

 

Ein aktuelles Beispiel zeigt nur allzu deutlich, dass selbst Wildtiere die Gefahr teilweise unterschätzen. Ein Fuchs ist in Baden-Württemberg in der Donau eingebrochen, ertrunken und anschließend fast vollständig eingefroren. Artikel

 

Ich wünsche das kein Tierbesitzer in die Situation kommt, sein Tier nur noch Tod bergen zu können, seit daher bitte sorgsam, umsichtig und verantwortungsbewusst.

 

Viele Grüße und trotzdem viel Spaß im Schnee :)
Eure Tierheilpraxis – Medicina Naturale

Pfötchen-Pflege im Winter

Posted on January 8, 2017 at 5:40 PM Comments comments (288)

Was tun bei Streusalz, Rollsplit, Schnee und Eis mit den Pfötchen unserer Vierbeiner?


Spaziergänge im Winter sind auf der einen Seite sehr schön und bringen den meisten Hunden sehr viel Spaß, aber die andere Seite der Medaille ist der Spaziergang über Gehwege, die mit Salz und Split überzogen sind.
Dieser Artikel soll ein bisschen Verständnis für den Hund im Winter wecken und Möglichkeiten zeigen, die die Situation für den Hund bedeutend erträglicher macht.

Die Pfoten unserer Hunde sind durch das Streusalz gereizt und die Haut gerötet. Mit jeder Gassi Tour wird die Haut spröder und die Pfoten-Hornhaut noch rissiger. Immer wieder dringt über die Risse der wunden Haut weiteres Streusalz ein. Entzündungen an den empfindlichen Pfoten breiten sich aus, was sehr unangenehm für unsere Hunde ist.



Woran sehe ich, dass mein Hund mit den Streubedingungen ein Problem hat?


Wenn ihr Hund auf einmal humpelt oder vielleicht auch gar nicht mehr weiter gehen möchte … dann stellt er sich nicht nur an oder hat kein Bock, sondern schlicht schmerzende Pfoten. Wieder daheim wird es offensichtlich wenn der Hund ständig an der Pfote leckt oder sogar heftig mit seinen Zähnen an den wunden Stellen knabbert. Sichtbar wird es für den Besitzer das die Pfoten gerötet sind, sich Risse im Pfoten-Ballen bilden oder sogar Verletzungen vorhanden sind. Im schlimmsten Fall entstehen dadurch Entzündungen oder sogar Ekzeme.



Aufklärung … Was passiert mit den Hundepfoten im Winter?


Hundepfoten sind im Winter vielen Belastungen ausgesetzt.
Die sonst so weichen Böden der Spielwiesen sind hart und vereist, scharfer Schottersplitt in Kombination mit Streusalz wird auf Bürgersteigen, Straßen und Wegen ausgestreut.
Hundepfoten sind extremen Temperaturwechseln ausgesetzt, gerade noch +20°C im Haus, kann sie nur wenige Sekunden später direkt -20°C ausgesetzt sein, wenn der Hund über die Terrassentür aus dem Haus in den winterlichen Garten gelassen wird oder es auf ausgiebige Gassi-Tour geht.
Der scharfkantige Split, Eisklumpen, festgefrorener Schneematsch, Streusalz dringen in die Zwischenräume der Pfoten-Zehen ein und verursachen kleine Risse und Wunden.Man spricht zwar von Salzlauge oder Salzlake, wirklich chemisch ätzend ist Streusalz aber nicht, der Ablauf ist etwas anders, aber für den Hund genauso schlimm.
Streusalz zieht Wasser an und trocknet rigoros die Haut aus, die trockene Haut wird rissig. Zusätzlich kann Rollsplitt zu weiteren kleinen Verletzungen führen. Durch ständig weiteren Kontakt mit Streusalz wird die Heilung verhindert, es kommen weitere Risse dazu, alte Risse werden tiefer und können durch den ständigen Salzkontakt nicht abheilen. Streusalz wirkt in diesen Hautrissen ganz besonders schmerzhaft. Viele Hunde wollen dann einfach nicht mehr weitergehen, weil die Pfötchen unerträglich schmerzen.



Was tun um die Pfoten unseres Lieblings zu schützen?


1. Pfoten Schutz bereits vor dem Gassi Gang
2. Pfoten Pflege nach dem Gassi Gang


Klingt einfach :)


Folgend nun ein paar Tipps:
Bei manchen, insbesondere langhaarigen Hunden sollten die Pfoten-Haare im Winter kurz gehalten werden, denn hier setzen sich Streusalz, Schneeklumpen, Eis und Schottersplitt fest.
Pfoten-Pflege vor dem Gassi-Gang, z.B. mit Hirschtalg, Vaseline oder Melkfett einreiben – wenn der Hund es annimmt hilft auch ein Pfoten schuh.
Gassi-Gang vorrausschauend auswählen und stark Salz belastete Wege meiden. Wenn doch mal ein Weg dabei ist, der stark bestreut ist, drum herum gehen oder wenn möglich den Hund darüber hinweg tragen.
Pflege nach dem Gassi-Gang, das heißt Pfötchen entsalzen z.B. mit lauwarmen Wasser die Pfötchen abspülen (Bitte ohne Waschmittel oder ähnliches!) und ggf. verfangenen Rollsplit entfernen. Pfötchen abtrocknen und wieder mit Talg oder Ringelblumensalbe pflegen.



Sollten Pfötchen bereits entzündet sein, befragen sie bitte hierzu ihren Tierarzt oder Tierheilpraktiker zur Behandlung. Warten sie damit nicht zu lang, da ihr Tier bei jedem weiteren Gassi-Gang unter schmerzenden Pfoten leidet.



Und zum Schluss möchte ich an die Vernunft der Menschen appellieren:
Es gibt auch andere Streumittel als Rollsplit oder Streusalz, welche bedeutend umweltschonender sind! Tipp ist hier Kies oder Sand.
Die Stadt Hilden sagt auch ganz klar: „Auf Gehwegen dürfen nur abstumpfende Streumittel verwendet werden. Das Streuen von Auftausalz ist nur bei extremer Glatteisbildung oder an besonderen Gefahrenstellen (Treppen, Rampen, Bushaltestellen, Überwege usw.) erlaubt.“
>> https/www.hilden.de<<


Dankeschön und eine schöne Winterzeit
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Tierheilpraxis – Medicina Naturale

 

Silvester ??? was bedeutet das für unsere Hunde?!

Posted on December 14, 2016 at 7:30 PM Comments comments (120)

Eine eingeklemmte Rute, angespanntes Winseln, Ruhelosigkeit, ängstliche Blicke, lautstarkes gestresstes Hecheln oder auch verstecken unter dem Bett: Viele Hunde haben Angst vor Silvester und der damit verbundenen Knallerei. Natürlich gibt es auch Hunde denen das völlig egal ist, aber in der Regel macht die Knallerei unseren Vierbeinern Angst!

Warum ist das so?

Das Gehör des Hundes ist viermal so gut wie das des Menschen und das Ganze wird verstärkt durch das fehlende Wissen und Bewusstsein warum es gerade knallt. Einfach mal erklären, wie bei einem kleinen Kind, fällt bei Hunden eher aus. Selbst Hunde, welche bisher eher mutig bei der großen Knallerei waren, können urplötzlich Ängste zeigen. Verhaltensforscher beobachteten, dass Hunde mit zunehmendem Alter auch geräuschempfindlicher werden und damit Angst vor Knallern entwickeln. Das größte Problem dabei ist: Fühlt sich ein Hund diesen Ängsten schutzlos ausgeliefert, kann es zum Vertrauensverlust zwischen Hund und Halter kommen. Nehmen Sie also bitte die Ängste Ihres Hundes ernst!

Was kann man tun?!

Bei jungen, unvorbelasteten Hunden ist es wichtig eine frühzeitige Vorbereitung und Desensibilisierung zu starten, damit es zu Traumata gar nicht erst kommen kann. Sorgfältige und systematische Trainingseinheiten mit einer speziellen Geräusch-CD, zum Beispiel, kann Ihren Hund Schritt für Schritt zu mehr Gelassenheit, auch bei lauten Geräuschen, verhelfen. Schauen Sie das sie ihr Tier nicht einer Situation aussetzen wo etwas passieren könnte – gehen Sie frühzeitig die letzte Runde und erst wieder bei Ruhe die Erste.
Anleinen ist dabei Pflicht!
Lassen Sie ihren Vierbeiner in der Silvesternacht nicht alleine.
Wenn die Möglichkeit besteht, verbringen Sie die Zeit an einem ruhigen Ort. Falls dies nicht möglich sein sollte, gelten die gängigsten Tipps: Fenster schließen, Jalousien herunterlassen und beruhigende Musik spielen.

 

Bei Zuwendungen sollte man ein paar Dinge beachten:
Sie als Hundehalter haben sehr viel Einfluss auf den Gemütszustand ihres Hundes.
Wenn man also schon vorher Angst hat, dass der Hund ängstlich auf die Knallerei reagieren wird, dann spürt das der Hund – und entwickelt eine Angst, die gar nicht notwendig wäre. Hektisches Streicheln oder auf das Tier einreden wäre demnach kontraproduktiv! Genauso ist davon abzuraten das Tier zur Knallerei mit raus zunehmen, besser es bleibt jemand mit dem Tier drinnen und kümmert sich.
Wenn der Hund Nähe sucht, geben sie ihm diese. Grundvoraussetzung ist, dass Sie selbst gelassen und optimistisch dabei bleiben, dann wird Ihrem Hund Ihre Nähe und Zuwendung sehr gut tun – und Sie werden für ihn zum Fels in der Brandung.
Wenn Ihr Hund sich lieber zurückziehen möchte, dann geben Sie ihm Zugang zu seinem Lieblingsort: ganz gleich ob es im Keller, unter dem Bett/Couch oder sogar unter der Bettdecke ist.

 

Ein toller Tipp ist „Denken schützt vor Panik“ - da das Gehirn nicht gleichzeitig logisch denken und stark emotional reagieren kann!
Such- und Sammelaufgaben, Lieblingsspiele oder -tricks lenken da hervorragend ab … natürlich mit ganz tollen Leckerli belohnt. ;) Kauen und schlucken beruhigt! Im Zweifelsfall sorgen sie dafür, dass Ihr Hund während des gesamten Feuerwerks ständig mit Suchen und Sammeln beschäftigt ist.

Bei ganz panischen Tieren sprechen sie bitte rechtzeitig mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker über die Gabe eines Beruhigungsmittels.
Es gibt sanfte Mittel, z.B. auf pflanzlicher Basis und auf Basis von Milcheiweiß, die entspannen. Betreiben Sie niemals Selbstmedikation!!
Es gibt Beruhigungsmittel, welche das Tier schlafen lassen oder Muskelentspannend sind … diese sind aber nicht hilfreich. Dadurch das diese Mittel lediglich Muskelentspannend wirken, aber nicht angstlösend, wäre das im Panikfall eine Katastrophe: Stellen Sie sich vor, Sie hätten panische Angst und könnten sich nicht bewegen!

Ich hoffe dieser kleine Überblick war hilfreich, für Sie und ihren Hund, um Silvester gut zu überstehen – vielleicht auch besser als zuvor.
Dies alles kann sowohl vorbeugend als auch im „Angstfall“ angewendet werden und natürlich nicht nur an Silvester, sondern auch bei Feuerwerken anderer Art oder bei Gewittern.

Und zum Schluss möchte ich an die Vernunft der Menschen appellieren:
Die Silvesterknallerei ist nicht nur für Hunde ein großes Problem. Lärm versetzt alle Tiere in Panik!!

Dankeschön und schöne Feiertage
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Tierheilpraxis – Medicina Naturale

 


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