Tierheilpraxis - Medicina Naturale

Nadine Burzlauer

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Winterliche Fütterung - besondere Bedarfe

Posted on December 16, 2021 at 3:50 AM

Hunde

Unsere Vierbeiner sind gerade im Winter Temperaturschwankungen ausgesetzt. Damit wird das Immunsystem auf eine harte Probe gestellt. Außerdem startet der Energieverbrauch mit der Temperaturregulation. Und natürlich auch der winterliche Mehrappetit.

Was gilt es also zu beachten?
Bei Hunden gilt nicht Energie in Form einer Futtersteigerung anzupassen. Das könnte nach hinten los gehen. Eigentlich haben sie keinen Mehrbedarf an Futter, sondern an Energie und Energie steigert man indem man Fett zuführt. Dazu greift man auf Omega Fettsäuren zurück oder eben ganz banal auf etwas mehr Fett. 1% mehr kann da schon hilfreich sein. 

Omega Fettsäuren stärken zudem das Immunsystem, aber hier hilft man auch für Stabilität indem man das Futter anwärmt. Ein warmer Bauch nach kalten Spaziergängen, beruhigt den Stoffwechsel und entspannt die Sinne und senkt den Energieverbrauch. Mehr ist eigentlich gar nicht nötig. Neigen Hunde grundsätzlich zu einer Wintersensibilität kann man mit Tee's (Hagebuttentee, Fencheltee) helfen. Auch Thymian, Bohnenkraut, Brennnessel Samen übers Futter gestreut stärken die Abwehrkräfte.

Katzen

Katzen, die im Haushalt in reiner Wohnungshaltung leben haben keinen winterlichen Mehrbedarf. Katzen, die auch draußen unterwegs sind, sind den selben Einflüssen ausgesetzt wie Hunde. Allerdings regelt man hier den Energiemehrbedarf über mehr Protein, da dies bei Katzen der Energielieferant ist und auch Omegafettsäuren sind sinnvoll. Gleiche Regelung wie bei Hunden, sind hier 1% mehr ausreichend. Ist die Ernährung bei Katzen mit Taurin bedarfsgerecht kann man davon ausgehen dass das Immunsystem intakt ist und keinerlei spezieller Unterstützung bedarf. Natürlich kann man auch bei Katzen zur schnelleren Temperaturregulation mit warmen Tees arbeiten z. B. Hagebuttentee. 

Kaninchen 

Bei Kaninchen gilt eine bedarfsdeckende Ernährung aus verschiedenen Komponenten zu gewährleisten.

Grünfutter sollte demnach auch im Winter zur Verfügung stehen, dies können z. B. ganze Salatköpfe, Kohlrabiblätter, Brokkoli, Spitzkohl, Mangold, Rucola, Spinat usw. sein. 70% der Gesamtfuttermenge sollte blättriges Grün sein und der Rest mit Karotten, Steckrüben, Sellerie, Pastinaken, Petersilienwurzel usw. aufgefüllt werden. Küchenkräuter sind im Winter auch für Kaninchen sehr wertvoll.

Raufutter ist Pflicht!
Gutes Heu inkl. Trockenkräuter Mischung ist perfekt. Getrocknete Kräuter tragen vor allem zur Versorgung von beta Carotin bei, der Vorstufe von VitA. Eine hochwertige Alternative zu Heu stellen die sogenannten Cobsballen dar, allerdings gibt es sie oft nur regional und in großen Mengen. Sie verfügen über einen sehr hohen Vitaminund Eiweißgehalt.

Beikost
Kleine Mengen an Obst sind perfekte Energielieferanten und gerade im Winter unerlässlich. 

Energiefutter 
… was die meisten Kaninchen nicht benötigen, in Winteraußenhaltung wird es aber für Kaninchen wichtig. Dazu nutzt man Sämerei Mischungen. Gerade bei der Deckung von essentiellen Fettsäuren und Vitamin E bieten sich Ölsaaten an. Auch Keimlinge sind super VitE Lieferanten.

Was absolut nicht notwendig ist ist handelsübliches Trockenfutter, eine Alternative wäre Mash, da es nicht ganz so trocken ist.

Hühner

Hühner sind nicht zimperlich was Kälte angeht. Bei der Winterfütterung ist dennoch auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu achten. Vor allem der Vitaminbedarf im Winter ist aufgrund der kürzeren Tage (Vitamin D) und dem geringeren Grünfutterangebot gegenüber den Sommermonaten erhöht. Eine solide, energiereiche Körnerkost (mit z. B. Mais), sowie hin und wieder ein paar tierische Eiweißhappen (Mehlwürmer, gekochte Eier) , sind daher wesentlich Vorteilhafter. Den Vitamin Haushalt kann man zudem auch mit Hefe aufrecht halten.

Categories: Ernährung

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